Sultan Mehmed
Das Datum zeigte den sechsten April des Jahres 1453 - die Belagerung, für die jahrelang Vorbereitungen getroffen wurden, stand nun kurz bevor. Sultan Mehmed erteilte seine letzten Befehle:
„Oh meine Löwen, mit Allahs Erlaubnis haben wir nun den Zeitpunkt erreicht, an dem der Krieg beginnen wird - nun gibt es kein Zurück mehr. Die Bittgebete unserer Ältesten haben wir uns auch schon eingeholt." Danach sprach er zu den Soldaten an den Kanonen:
„Nun sollen die Kanonen angezündet werden, die die zwei Tonnen schweren Kugeln abfeuern, und die kleineren Kanonen sollen darauf folgen."
Dann wendete er sich zu den Soldaten, die an den Mörsern standen, und befahl weiter:
„Meine Mörser sollen ihr Feuer auf die feindlichen Streitkräfte am Goldenen Horn richten."
Als Nächstes erteilte er dem Rest seiner riesigen Armee folgenden Befehl:
„Meine Soldaten an den Wurfmaschinen, meine wandernden Türme und meine Raketenmänner - lasst auch ihr euch nicht aufhalten und tut das, was ihr tun müsst. Los, möge Allah euch alle bewahren!"
Ebubekir Subasi
141 Seiten, Hardcover
Die Barbarossa Brüder
Während die Tapferkeit, der Mut und die Siege der Barbaros-sa-Brüder im glorreichen Mittelmeerraum und weit darüber hinaus die Muslime erfreuten, bereiteten sie den europäischen Kolonialisten große Sorgen.
Das Papsttum, das durch die wachsende Macht der Osmanen im Mittelmeer beunruhigt war, gründete schnell eine Kreuz-ritterflotte mit Andrea Doria am Kommando. Die beiden Flotten trafen vor dem Golf von Preveza aufeinander. Die osmanische Flotte segelte in einem Halbkreis mit Salih Reis auf dem rechten Flügel, Seydi Ali Reis auf dem linken Flügel, Turgut Reis dahinter als Reserve und Barbarossa Hayreddin
Pascha in der Mitte.
Die türkischen Soldaten, die mit dem Mehter-Marsch und den „Allah, Allah"-Rufen wie ein explosionsbereiter Vulkan brodelten, sangen ihre Siegesmärsche wie aus einem Munde:
"Ihr seht uns auf dem Meer marschieren Den Feind werden wir immer finden
Wir sind die Rächer
Sie nennen uns Hayreddins Männer"
Autor: Ebubekir Subasi
159 Seiten, Hardcover
Alparslan - Der Meister aller Krieger
An diesem Freitagmorgen verhielt sich Sultan Alparslan anders als sonst. Als er vor seine Armee trat, wirkte er nicht mehr wie ein Sultan, sondern verhielt sich so wie einer der vielen anwesenden Soldaten. Seine Armee behandelte ihn mit großem Respekt. Doch in ihrem Respekt übertrieben und verstellten sie sich nicht, indem sie ihm die Füße küssten oder sich vor ihm niederwarfen. Der Sultan ging zwischen seinen Soldaten wie ein edler, tapferer Soldat umher. Er schaute ihnen ins Gesicht und sah in ihren Augen, wie sehr sie nach dem Sieg dursteten. So wie er selbst hatten auch seine Soldaten keine Angst vor dem großen byzantinischen Heer. Es war nicht in Worte zu fassen, wie aufmerksam der Sultan in dem Moment seine Soldaten musterte und sie wortlos genauestens beobachtete.
Mit ihren Augen sprachen seine Soldaten förmlich zu ihm:
"Solange ein so aufrichtiger und heldenhafter Sultan wie Sie an unserer Seite ist, würden wir sowohl in den Sieg als auch in den Tod ziehen … O Sultan, es reicht, dass Sie uns den Befehl dazu geben und uns zeigen, was zu tun ist!"
Ebubekir Subasi
136 Seiten, Hardcover